Aktuell

20-09-12_Spielbericht Season Opening790

Sportlich solide, konzeptionell stark

Die Porsche Basketball-Akademie hat am zurückliegenden Wochenende die nächste Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet: In der Ludwigsburger Rundsporthalle – und vorab in der Heilbronner Mörikehalle – feierten die schwäbischen Nachwuchsteams die Rückkehr des Basketballs.

Foto: Gerd Käser.

Das „Porsche BBA Season Opening“ ist auch in diesem Jahr, trotz aller virusbedingten Besonderheiten, mit zahlreichen zufriedenen Gesichtern zu Ende gegangen. Vor ihren Angehörigen, Team-Betreuern und ehrenamtlichen Helfern verbuchten die Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsteams zwar weniger Erfolgserlebnisse als noch in den Vorjahren, begeisterten aber durch die Rückkehr des Basketballs, große Leidenschaft und ebenso gute, spielerische Ansätze. Diese machten nicht nur Lust auf den Ende September respektive Anfang Oktober bevorstehenden Hauptrundenstart in allen Ligen, sondern sorgten auch für ein kurzweiliges Geschehen an allen drei Tagen.

Timo Probst, Nachwuchskoordinator der Porsche BBA: „Wir möchten uns nach diesem herausragenden Wochenende äußerst ausdrücklich und explizit bei allen Zuschauern und Anwesenden bedanken. Jeder Einzelne hat seinen Teil zu einem rundum gelungenen ‚Porsche BBA Season Opening‘ beigetragen. Aufgrund der durch die Bank weg hohen Akzeptanz unserer Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden wir nicht nur in unserer konzeptionellen Arbeit, sondern auch in den Planungen für die neue Saison bestätigt. Wir sind froh, dass wir damit die schrittweise Rückkehr des Spielbetriebs gewährleisten und allen Beteiligten das sehnlich herbeigesehnte Hallenerlebnis bescheren konnten.“

Zum Sportlichen:

Freitag

U19: TSG Heilbronn Reds vs. BSG Basket Ludwigsburg II 82:70

Die neuformierten und stark verjüngten Landesliga-Herren, angeführt von Headcoach Christian Spieth, erlebten am Freitagabend einen erfolgreichen Auftakt des Wochenendes. Obwohl die Partie beim klassenhöheren Kooperationspartner in Heilbronn am Ende knapp verloren ging, präsentierten sich die Ludwigsburger gut – und boten den physischeren und abgezockteren Hausherren im kompletten Spielverlauf Paroli. Zudem konnte sich das Team über die Rückkehr eines „Veteranen“ freuen: Colin Bubeck, mit 26 Jahren knapp 8 Jahre älter als der zweitälteste Spieler des Teams, feierte nach 17-monatiger Verletzungspause sein Comeback auf dem Parkett. Er wird die Mannschaft gemeinsam mit Spieth in der Saison 2020/2021 als spielender Co-Trainer betreuen.

Samstag

U12: Porsche BBA vs. Tornados Franken 51:48

Im ersten Spiel des Samstages benötigten die Mannen von Philip Hämmerling keine Anlaufphase: Von Beginn waren sie auf Betriebstemperatur, setzten Akzente und Nadelstiche. In einer hin- und herwogenden Partie sollte sich aber über die komplette Spielzeit (4 x 8 Minuten) keiner der beiden Kontrahenten absetzen können. Während sich die TORNADOS FRANKEN die virusbedingte Trainingspause kaum anmerken ließen, wussten auch die Hausherren vor allem vor dem Seitenwechsel zu überzeugen – und behielten auch in schwierigen Phasen und der Crunchtime die Nerven. Hämmerlings Resümee: „Nach einer sehr guten ersten Halbzeit, hat man die fehlende Spielpraxis sichtlich bei beiden Teams bemerkt, trotzdem war es ein gelungener Auftakt in die neue Saison.“

U14: Porsche BBA vs. Tornados Franken 62:99

In der Neuauflage des letztjährigen Eröffnungsspiels des „Porsche BBA Season Openings“ erwischte der Ludwigsburger U14-Nachwuchs erneut einen Fehlstart: Die Schützlinge von Robert Geier lagen, wie auch 2019, schnell zweistellig in Rückstand – kämpften sich, ebenfalls wie im Vorjahr, aber ins Spiel (36:51, 20.). Doch damit hatten sich die Gemeinsamkeiten leider auch schon. Spätestens ab dem Seitenwechsel mussten die Ludwigsburger abreißen lassen. Nürnberg spielte als Team effektiver, erlaubte sich weniger Fehler und verfügte zudem über die besseren Einzelakteure, sodass die deutliche Niederlage folgerichtig war.

U16: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 51:89

Gegen den hohen Favoriten aus Ulm taten sich die schwäbischen Hausherren ab dem Sprungball schwer. Obwohl sich die Mannschaft von Ross Jorgusen, der an der Seitenlinie von Darly Ifuly vertreten wurde, defensiv reinbiss, fehlte offensiv jegliches Fortune: Die orange-schwarz gekleideten Gäste präsentierten sich als abgezockte Einheit und stellten früh die Zeichen auf Sieg (9:28, 10. Spielminute). Die Ulmer Gäste sollten ihre Form, die sie aus der fulminanten Saison 2019/2020 über den Sommer brachten, weiterhin behalten. Die Ludwigsburger kamen im Verlauf der 40 Minuten zwar etwas besser ins Spiel, am Chancenplus der Gäste sollte sich aber nichts ändern, sodass das Defizit minütlich größer wurde – und die Fehler im Ballvortrag sowie die ausgelassenen Offensiv-Gelegenheiten in einer auch in dieser höhe verdienten Pleite gipfelten.

U19: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 81:87

Der Start ins zweite Schwaben-Derby des Samstags glich ebenfalls einem wilden Ritt: Beide Mannschaften schenkten sich ab der 1. Spielminute keinen Zentimeter, spielten intensiv und leidenschaftlich, sodass die Partie früh den erhoffte Derby-Charakter hatte – und mit leichten Ludwigsburger Vorteilen in die Halbzeit ging. Unmittelbar vor dieser sorgte der Ulmer Jakob Hanzalek mit einem Buzzerbeater aus der Mitte der eigenen Hälfte jedoch für das Highlight einer sehr sehenswerten Partie und den Beinahe-Ausgleich (41:40). Nach dem Seitenwechsel sollte sich an diesem Bild vorerst nichts ändern: Ludwigsburg und Ulm egalisierten sich auf einem sehr hohen Niveau, die Partie blieb bis zum Ende auf des Messers Schneide. Das nötige Quäntchen Glück hatten dann aber die von Anton Gavel trainierten Gäste: Ulm setzte in der 39. Minute den entscheidenden Akzent und sich auf die Siegerstraße.

Sonntag

U14: Porsche BBA vs. ratiopharm ulm 58:84

Anders als noch am Samstag ließ sich das U14-Team nicht überrumpeln: Geiers Mannschaft präsentierte sich verbessert und startete fortwährend kleinere Läufe. Dass diese nicht zum Erfolg führten, lag an den Ulmer Gästen, die ihre Sache sehr gut machten, und den eigenen Fehlern. Der Ludwigsburger Ballvortrag stockte immer wieder, sodass die Ulmer Antworten auf die kleinen Hausherren-Läufe unmittelbar auf der Anzeigentafel sichtbar wurden und das entsprechende Ergebnis zum Ende hin deutlich wurde.

U19: Porsche BBA vs. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS 92:67

Mit einem deutlich geschärften Fokus startete die McCray-Schützlinge am Sonntag in ihr zweites Spiel des Wochenendes: Gegen den letztjährigen Tabellendritten der Nachwuchs Basketball Bundesliga erspielten sich Raphail Chatzidamianidis und Co. viele Vorteile – und setzten sich Stück für Stück ab. Spätestens mit dem Beginn des dritten Viertels war die Partie gegen Frankfurt entschieden, sodass Ludwigsburg personell viel rotieren konnte und das Spielgeschehen dennoch bestimmte.

Testspiel-Auftakt in der Rundsporthalle

An diesem Wochenende steigt in der Rundsporthalle das „Porsche BBA Season Opening“. Der Besuch beim traditionell am letzten Sommerferien-Wochenende stattfindenden Testspiel-Auftakt der Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsteams ist in diesem Jahr nur Familienmitgliedern der Beteiligten, ehrenamtlichen Helfern und Vereinsmitarbeitern vorenthalten – verspricht sportlich aber einen Fingerzeig in Richtung der Saison 2020/2021.

Die Ränge in der Rundsporthalle sind an diesem Wochenende bedeutend leerer als noch anno 2017: Die Herausforderungen der Corona-Pandemie machen einen „öffentlichen“ Kartenverkauf unmöglich. Foto: Pressefoto Baumann.

Während die Besonderheiten und Herausforderungen der neuen Spielzeit in ihrer Gänze noch lange nicht absehbar sind, laufen momentan die Vorbereitungen für die ersten Pflichtspiele bei allen Teams der Porsche Basketball-Akademie. Vor dem Saisonstart im Oktober stehen dabei noch eine Reihe an Testspielen auf der Agenda – an diesem Wochenende nun eines der Highlights, das „Porsche BBA Season Opening“. Genau wie in den vergangenen Jahren steigt das Aufgalopp in Richtung Hauptrunde dabei am letzten Wochenende der Sommerferien. Anders als in den vergangenen Jahren wird das Ganze aber ein Basketballfest mit erheblich reduzierter Zuschaueranzahl. Denn aufgrund der Beschränkungen der Corona-Pandemie kann die Porsche BBA der interessierten Öffentlichkeit kein Kartenkontingent zur Verfügung stellen. Lediglich die Eltern und Geschwister der teilnehmenden Akteure aller Teams, die für das (Spiel-)Geschehen relevanten Helfer sowie die Vereinsmitarbeiter der Klubs können das Ganze live verfolgen – eine Situation die freilich nicht zufriedenstellend, momentan aber anders nicht umsetzbar ist.

Trotz dessen wird das Wochenende auf und neben dem Parkett wichtige Erkenntnisse für die anstehenden Wochen liefern, von denen dann alle profitieren werden: Die Ludwigsburger Verantwortlichen testen das Sicherheits- und Hygienekonzept mit einer geringen Anzahl an Zuschauern auf Herz und Nieren, die Trainer justieren im Aufeinandertreffen mit ihren Gegnern die Stellschrauben ihrer Mannschaften.

Los geht’s dabei bereits am Freitag für Christian Spieth und Teile des U19-Nachwuchses unter der Fahne der BSG Basket Ludwigsburg. Die „Herren II“ treten am Abend beim Kooperationspartner in Heilbronn an. Tip-Off beim Oberliga-Team der Reds ist in der Mörikehalle um 20:00 Uhr.

Während der Auftakt im 35 Kilometer entfernten Heilbronn steigt, richtet sich der Blick am Samstag und Sonntag, ganz klassisch, in die Rundsporthalle. Ab 12:45 Uhr fliegt das orangene Leder durch die Lüfte. In diesem Jahr misst sich der U12- und U14-Nachwuchs von Philip Hämmerling respektive Robert Geier mit den TORNADOS FRANKEN. Die Franken sind bereits seit einigen Jahren ein regelmäßiger und gern gesehener Gast – und haben sich auch von der Pandemie nicht ausbremsen lassen.

Die Bundesliga-Teams von Ross Jorgusen und David McCray testen dann ab dem späten Nachmittag gegen die Regional-Konkurrenz aus Ulm, ehe das Wochenende am Sonntag mit einem weiteren Duell gegen Ulm (U14) und der Partie gegen den Frankfurter U19-Nachwuchs abgerundet wird.

Termine am Wochenende

Freitag

20:00 Uhr: TSG Heilbronn Reds vs. Porsche Basketball-Akademie (LLH)

Samstag

12:45 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. TORNADOS FRANKEN (U12)

15:00 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. TORNADOS FRANKEN (U14)

17:15 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U16)

19:30 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U19)

Sonntag

11:30 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. ratiopharm ulm (U14)

14:00 Uhr: Porsche Basketball-Akademie vs. Eintracht Frankfurt / FRAPORT SKYLINERS (U19)

20-08-31_EbnerStolz_QEN790

„Das war eine echte Lebenserfahrung“

Hinter BBA-Alumni Quirin Emanga Noupoue liegt ein ereignisreiches Jahr: Der 19-Jährige zog im vergangenen Sommer in die Vereinigten Staaten, studierte am College, spielte Basketball in der NCAA, kehrte aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig nach Europa zurück – und nutze das Mehr an Zeit unter anderem für ein Praktikum bei Ebner Stolz. Im Interview blickt „Kiwi“ auf das Erlebte zurück und auf die kommenden Monate voraus.

Quirin Emanga Noupoue auf der Dachterrasse der Stuttgarter Zentrale von Ebner Stolz. Seine Zeit beim Hauptförderer der Jugendteams der Porsche Basketball-Akademie habe ihm geholfen ein „Bigger Picture“ von der Arbeitswelt zu bekommen, betont der BBA-Alumni im Interview.

Lass‘ uns ganz an den Anfang dieser unplanbaren Situation zurückkehren – und auf den März schauen. Wie ging es Dir in Boston? Und wieso bist Du deutlich früher als erwartet zurückgekommen?

In Boston ging es mir gut! Es war sicherlich kein optimales Jahr, aber insgesamt habe ich mich als Mensch und auch als Basketballspieler gut entwickeln können. Als das Virus immer krasser wurde, war es sehr plötzlich hektisch für uns. Innerhalb von zwei Wochen wurde es von einer nicht wahrscheinlichen Eventualität, dass wir gegebenenfalls früher nach Hause reisen müssen, zu einer Tatsache, dass wir binnen drei Tagen den Campus räumen müssen. Da musste ich eine spontane Lagerung für meine Sachen finden, die ich dann relativ stressig in Boxen packen und einlagern musste. Es war überraschend und herausfordernd, hat an sich aber ganz gut funktioniert. Insgesamt hat mir mein Team auch dabei sehr viel geholfen. Das war super!

Du bist dadurch deutlich früher als geplant zurückkehrt, hast dann aus dem deutschen Home Office bei Deiner Familie weiter studiert. Wie war der akademische Teil des letzten Semesters?

Als ich nach Deutschland gekommen bin, war ich sogar noch im Frühjahrssemester und musste innerhalb von drei Wochen noch das Semester von Zuhause beenden. Das war ehrlicherweise komisch, vor allem, wenn man den meisten Teil des Semesters vor Ort war – und nicht nur mit den Dozenten und den Kommilitonen interagiert hat, sondern sie auch in Persona gesehen hat. Das war komisch, insgesamt aber in Ordnung. Zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass ich im Juli wieder in die USA fliegen kann und die Normalität zurückkehrt. Dies war nicht der Fall, weshalb Ende Juni dann offiziell das Sommersemester angefangen hat – was viel Organisation erforderte. Die Vorlesungen, das Arbeiten und das Leben mussten irgendwie in Einklang gebracht werden. Das war auch aufgrund der Zeitverschiebung ein besonderes, ein anderes Erlebnis als normalerweise auf dem Campus. Da der Campus aber sehr international ist und die Bedingungen während der Pandemie weltweit natürlich nicht ideal sind, wurden die Live-Vorlesungen limitiert, viele meiner Kurse wurden sehr projektbasiert via Zoom durchgeführt. Die zeitliche Hürde an sich war aber nicht besonders krass.

Sportlich hast Du dann auch hier das Training wieder aufgenommen, mit zahlreichen Weggefährten oder zumindest bekannten Gesichtern vom U14- bis U19-Team trainiert. Anders als im letzten Jahr warst Du nun nicht mehr ein gleichwertiger Spieler, sondern jemand, der für sportliche Leistungen ein College-Stipendium erhalten hat. Wie wurdest Du empfangen?

Es war sehr interessant! Das erste Mal wieder in die Rundsporthalle zu kommen, hat viele Emotionen in mir hervorgerufen. Das war ein starkes Gefühl, weil ich über einen langen Zeitraum nicht mehr dort gewesen war, gleichzeitig aber so viele Jahre dort trainiert, gespielt, gewonnen und verloren habe. Das waren viele Emotionen, positiv wie negativ. Das war und ist für mich einfach ein besonderer Ort – und ein großartiges Gefühl. Die anderen Jungs wieder zu sehen, mit und gegen sie zu spielen als dies wieder erlaubt war, hat großen Spaß gemacht. Ebenso sehr hat es mich gefreut, dass wir gemeinsam trainiert haben, ich von meinem Jahr erzählen und dahingehend viele Fragen beantworten konnte, um dadurch vielleicht den Einen oder Anderen zu inspirieren.

Wie fühlt es sich an, wenn Du beispielsweise für einen 14-Jährigen nicht nur sportlich, sondern auch generell ein Vorbild bist? 

Es ist ein tolles Gefühl, ganz ehrlich. Ich bin sehr gerne Vorbild. Vor allem im letzten Jahr habe ich das gemerkt – und darauf lege ich durchaus wert. Ich gebe Jüngeren gerne einen Rat, nicht nur basketballerisch, sondern auch ganz generell. Natürlich bin ich auch noch jung, aber in manchen Dingen kann ich, so meine Meinung, den Jungs helfen.

Ein expliziter Teil der Rolle als eigenes Vorbild ist auch Deine berufliche Weiterentwicklung. Wie kam es zur Entscheidung für das Praktikum bei Ebner Stolz? 

Ich wollte auf jeden Fall meine Zeit nutzen und arbeiten, weil mir in der Semesterpause einfach super langweilig war. Dort gab es viel Leerlauf und ich wollte diesen entsprechend nutzen. Mit Timo [Probst, Nachwuchskoordinator der Porsche Basketball-Akademie] habe ich in dieser Phase ein wenig gesprochen, um dann auch mit seiner Unterstützung in der vielleicht schwierigsten Zeit des Jahres einen sinnvollen Platz zu finden. Über die Partnerschaft mit Ebner Stolz und Frank Strohm ergab sich dann hier in Stuttgart diese großartige Gelegenheit. Flexible Arbeitszeiten haben eine gute Koordination und Organisation ermöglicht: ich konnte gleichzeitig arbeiten, studieren und trainieren.

Ebner Stolz dürfte Dir, unter anderem aufgrund der langjährigen Partnerschaft, schon eine Weile ein Begriff sein. Kannst Du Dich erinnern, seit wann es für Dich einen persönlichen Bezug gibt?

Auf jeden Fall schon eine ganze Weile! Über die Porsche BBA waren wir seit Jahren schon verbunden und auch schon mehrfach hier zu Gast. Mein Praktikum bei Ebner Stolz war jetzt ganz allgemein meine erste Arbeitserfahrung. Die Zeit hier war sehr interessant und eine großartige Erfahrung. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und von der Arbeitswelt ein „Bigger Picture“ erhalten. Es hat mir vor Augen geführt wie es ist, Tag für Tag ins Büro zu gehen, viele Stunden am Schreibtisch zu sitzen und für sein Geld zu arbeiten. Das hatte ich bisher noch nicht und war eine echte Lebenserfahrung.

Und diese Erfahrung fühlt sich gut an? Oder möchtest Du lieber noch ein bisschen das Studium voranbringen?

Ich freue mich natürlich, dass ich jetzt wieder nach Boston reisen kann. Aber ich bin auch dankbar dafür, dass ich das hier erleben durfte.

Du hast das „Bigger Picture“ angesprochen und dass es hilft, Menschen kennenzulernen und in solchen Teams zu arbeiten. Die Rolle als Teammitglied kennst Du in sportlicher Hinsicht bereits seit Ewigkeiten, aus der Arbeitswelt kanntest Du diese noch nicht. In basketballerischer Hinsicht warst Du jahrelang Führungsspieler, hier dann der Rookie. Was nimmst Du für Dich mit?

Das ist eine schwere Frage! Ein Team im Sport ist sicherlich anders als ein Team im Beruf, aber ich denke, dass es sehr viele Ähnlichkeiten gibt. Das Zusammenwirken von jedem Einzelnen trägt zu etwas Größerem, zum Erfolg aller Beteiligten bei – egal wie groß, klein, wichtig oder unwichtig die eigene Arbeit erscheint. Jede Komponente ist zum Erreichen des Ziels wichtig.

Hat sich dieses Bild für Dich verdeutlicht? Oder eher verändert?

Es war mir schon irgendwie klar, denn es ist ja nur logisch. Andererseits war und bin ich stolz, dass ich als super kleiner Teil dazu beitragen konnte, dass Ebner Stolz vorankommt; auch wenn es vielleicht manchmal nur eine Hilfstätigkeit im Rahmen der Digitalisierung war.

Hast Du Takeaways Deiner Kollegen, gerade aus dieser besonderen Krisensituation, mitgenommen? Irgendwelche Ratschläge?

Aktiv einen Rat mitgegeben eher nicht, das wäre auch eher komisch gewesen. Es ging eher um viele Gespräche und einen dauerhaften Austausch, nicht nur beruflich, sondern auch menschlich. Es war großartig, die Menschen kennenzulernen, unsere persönlichen Geschichten und unsere Erfahrungen auszutauschen. Auf eine Sache fokussieren könnte ich mich aber nicht.

Vor circa einem Jahr bist Du erstmals von Marbach nach Boston gezogen. Dies machst Du nun Ende August, Anfang September erneut. Nun kehrst Du wieder an Deinen Wohnort zurück. Was hat das zurückliegende Jahr in all seiner Besonderheit mit Dir gemacht?

Ganz, ganz viel! Das letzte Jahr hat mich in gewisser Weise sehr verändert und geprägt. Ich kann jedem jungen Menschen nur empfehlen, dass man mindestens ein Jahr von daheim weggeht, allein wohnt, verreist und auf sich selbst gestellt ist. Das formt den Charakter und man lernt sich selbst so unfassbar gut kennen. Das ist kein Vergleich zum Leben daheim. Für mich persönlich: Ich habe mich besser kennengelernt, meine Interessen außerhalb des Basketballs teilweise neu entdeckt und vertieft. Mittlerweile interessiere mich für Kunst, Mode und Design. Bis vor einem Jahr lag mein Fokus eigentlich immer auf Basketball. Diese Entwicklung hätte ich mir vor einem Jahr niemals erträumt. Zudem bin ich deutlich weltoffener geworden, versuche die Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu verstehen. Vermutlich bin ich erwachsener geworden – sowohl in meinem Denken als auch meiner Sprache. Entsprechend denke ich schon, dass ich mich sehr verändert habe.

Mit „qtastico“ stellst Du auf Instagram durchaus zur Schau, wie Du Dich verändert hast. Jetzt hast Du gesagt, dass ein Jahr im Ausland empfehlenswert ist – machst es aber noch drei. Es kommt also noch etwas auf Dich zu. Du hast viel im vergangenen Jahr erlebt und Dich in persönlicher, akademischer, beruflicher und sportlicher Hinsicht entwickelt. Mit welcher Erwartung wirst Du in die USA reisen?

Mit Sicherheit erwarte ein weiteres, charakterliches Wachstum, aber auch, dass der Basketball nachzieht, ich besser spiele, mehr Spielzeit bekomme, mehr Erfolg habe. Selbstverständlich werde ich nicht im nächsten Jahr der beste Spieler der Liga sein – aber ich möchte mich Schritt für Schritt weiterentwickeln und meine Fortschritte auch sehen. Zudem möchte ich mich weiterhin bilden, schulisch und menschlich, einfach meinen Horizont erweitern.

Die Erweiterung des Horizonts einerseits, gepaart mit dem Blick in die Heimat andererseits: Du kamst als BBA-Alumni wieder ins schwäbische Herz der Familie zurück, wirst dies auch in Zukunft machen. Wie waren die fünf Monate in Deiner Heimat? Welche Erinnerungen wirst Du mit nach Boston nehmen?

Am Anfang habe ich mich sehr gefreut, es war ein sehr interessantes Gefühl nach einer solch langen Zeit wieder nach Hause zurückzukehren. Alles hat sich sehr fremd und neu angefühlt, war es letztlich natürlich aber gar nicht. Ich habe mich sehr gefreut alle Menschen wieder zu sehen, jeden einzelnen Ort wiederzusehen – von der Rundsporthalle bis zum Supermarkt in Marbach: Es war immer ein Highlight. Auch der Alltag mit der Familie war super, ich war schließlich eine Weile weg. Ebenso die Jungs und Coaches in der Halle zu sehen, ihnen T-Shirts von der Northeastern University mitzubringen und über zahlreiche Dinge zu sprechen, war großartig. Das Praktikum bei Ebner Stolz hat die Zeit hier zu einer sehr runden Sache gemacht.

Die Jungs, mit denen Du viele Monate und Jahre verbracht hast, setzen nun ihren Weg in Deutschland fort. Du reist wieder ab, um Deinen individuellen und speziellen Weg fortzusetzen. Wie fühlt es sich an, als Einziger diesen Weg zu bestreiten?

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Nicht jeder Weg passt schließlich zu jedem Menschen. Es fühlt sich großartig an auf dem College zu sein und seinen eigenen Weg zu gehen, Fortschritte zu machen. Ich würde aber nicht sagen, dass dieser Weg besser oder schlechter ist. Beispielsweise bin ich super stolz auf Luki [Herzog], dass er sein Ding macht und seinen Weg Jahr für Jahre über die Etablierung in der 1. Regionalliga und im Profi-Kader geht. Kein Weg ist besser oder schlechter als ein anderer. Er muss einfach zu dir selbst passen.

Quirin Emanga Noupoue wird am heutigen 31. August in die Vereinigten Staaten zurückkehren und sein Studium an der Northeastern University vor Ort fortsetzen. Ab Herbst möchte der Guard, so es die Pandemie-Bestimmungen zulassen, wieder für die „Huskies“ seiner Universität auflaufen. Aktuelle Informationen über den Spielbetrieb in der NCAA gibt’s auf den einschlägigen Websites – oder auf dem persönlichen Instagram-Kanal von Emanga Noupoue.

20-08-26_Trainer-Team790

Philipp Staiger wird Assistant Coach des U19-Teams

Während die Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/2021 bei allen Mannschaften der Porsche Basketball-Akademie auf Hochtouren läuft, stehen auch die Trainer-Gespanne der einzelnen Teams fest. Die personellen Änderungen betreffen dabei vor allem den U16- und U19-Nachwuchs.    

Fühlt sich sichtlich Wohl in seinem alten und neuen Wohnzimmer: Philipp Staiger, der seit 2018 für die Porsche BBA an der Seitenlinie steht, wird die „rechte Hand“ von David McCray.

In der Rundsporthalle wird wieder geschwitzt und trainiert: Die kurze, sommerliche Pause ist bei der Porsche Basketball-Akademie vorüber. Die Planungen für den im Oktober anvisierten Saisonstart und die Rückkehr in den Pflichtspielbetrieb sind bei allen Nachwuchsteams angelaufen, die obligatorischen medizinischen Untersuchungen der Beteiligten größtenteils abgeschlossen. Die Schlagzahl wird mit einem eigens entwickelten Hygienekonzept unter Berücksichtigung der behördlichen Bestimmungen nach der Urlaubsperiode behutsam erhöht. Parallel zum unter anderem in der Nachwuchs Basketball Bundesliga seit Dienstag feststehenden Spielplan sind die Trainer-Duos und Trios aller Mannschaften nun ebenfalls fix.

Nach der Berufung von David McCray zum Headcoach des U19-Nachwuchses fungieren Philipp Staiger und Robert Geier fortan als Assistant Coaches bei der ältesten Mannschaft des schwäbischen Nachwuchsprogramms. Während Geier bereits in den beiden vergangenen Spielzeiten auf dieser Ebene tätig war, rückt Staiger vom U16-Team „nach oben“ – und wird nun in Vollzeit für die Ludwigsburger arbeiten.

Die dadurch entstandene Vakanz im Trainer-Gespann von Ross Jorgusen, der weiterhin als zweifach ausgezeichneter Trainer des Jahres die U16-Mannschaft anführt, wird ebenfalls durch ein Duo aufgefangen: Darly Ifuly kehrt nach mehrjähriger Abstinenz und Tätigkeit beim TuS Stuttgart zur Porsche Basketball-Akademie zurück und wird Jorgusen gemeinsam Jannic Holzwarth assistieren. Holzwarth agierte bereits in Teilen der vergangenen Spielzeit als einer von zwei Assistant Coaches, nachdem er im Verlaufe der Saison zum Trainerteam dazugestoßen war. Neben seiner Tätigkeit in der Barockstadt ist er auch in der Spielzeit 2020/2021 für die BG Tamm/Bietigheim aktiv.

„Herzstück der tagtäglichen Arbeit“

Komplette Kontinuität herrscht unterdessen beim U14- und U12-Nachwuchs: Geier und Julian Patrick setzen ihre Arbeit, die sie bereits über zwei Jahre auf nationaler und internationaler auf und neben das Parkett legten, beim U14-Team fort.

Ebendiese Fortsetzung gilt auch für das jüngste Team der Porsche BBA: Philip Hämmerling und Tim Schubert werden weiterhin die U12-Jungs betreuen. Die Beiden arbeiten auch seit Jahren erfolgreich zusammen und schickten stets eine der erfolgreichsten Mannschaften Baden-Württembergs ins Rennen, die sich nicht nur im lokalen Pflichtspielbetrieb, sondern auch bei zahlreichen überregionalen Turnieren – unter anderem der TORNADOS FRANKEN MiniChallenge oder dem Herbstcup – ausgezeichnet präsentierte.

„Unsere Trainer bilden über alle Altersklassen hinweg das Herzstück unserer tagtäglichen Arbeit mit den Jugendlichen. Wir sind entsprechend an einer kontinuierlichen Fortsetzung und Weiterentwicklung interessiert – und sehr glücklich darüber, dass dieses Team seit Jahren zusammengewachsen ist. Ebenso froh bin ich, dass Philipp [Staiger] nun hauptamtlich bei uns arbeitet. Er bringt im sportlichen und vor allem schulischen Bereich durch sein Lehramtsstudium eine große Kompetenz mit und hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Spielern, insbesondere Ariel Hukporti, sehr gut zusammengearbeitet und den Jungs eine phänomenale Unterstützung zuteil werden lassen. Seine Vollzeit-Tätigkeit ist für unser Programm eine logische Weiterentwicklung und gleichzeitig eine spürbare Verstärkung“, kommentiert Nachwuchskoordinator Timo Probst die feststehenden Personalien.

Trainer-Teams auf einen Blick

  • U12:
    • Headcoach: Philip Hämmerling
    • Assistant Coach: Tim Schubert
  • U14:
    • Headcoach: Robert Geier
    • Assistant Coach: Julian Patrick
  • U16:
    • Headcoach: Ross Jorgusen
    • Assistant Coaches: Darly Ifuly, Jannic Holzwarth
  • U19:
    • Headcoach: David McCray
    • Assistant Coaches: Philipp Staiger, Robert Geier
  • Athletik-Trainer: Marc Salzer
20-08-24_Ralph Hounnou790

Ralph Hounnou: Talent mit Perspektive

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben einen der vielversprechendsten Nachwuchsspieler Deutschlands unter Vertrag genommen: Ralph Hounnou wechselt als „Free Agent“ aus der bayerischen Hauptstadt nach Schwaben und hat einen Vertrag bis 2023 unterzeichnet. Mit der Verpflichtung des 18-Jährigen ist die Kaderplanung der Barockstädter vorerst abgeschlossen.

Das gelb-schwarze Trikot stand ihm bereits während des Adidas Next Generation Tournaments im Januar ausgezeichnet, acht Monate später kommt Ralph Hounnou nun nicht als Gastspieler, sondern dauerhaft nach Ludwigsburg. Foto: Gerd Käser. 

Die vier Auftritte im Jersey der Porsche Basketball-Akademie haben Eindruck hinterlassen: Ralph Hounnou wusste im Januar beim Adidas Next Generation Tournament im Münchner Audi Dome zu überzeugen. Der 18-Jährige steuerte durchschnittlich 15.0 Punkte, 4.3 Rebounds und 1.8 Assists pro Spiel zu einem rundum gelungenen Trip nach München bei.

Knapp acht Monate später zieht es den 1,92 Meter großen Guard nun dauerhaft nach Ludwigsburg. Er hat bei den MHP RIESEN Ludwigsburg einen Dreijahresvertrag unterzeichnet. Hounnou wird mit einer Doppellizenz ausgestattet und sowohl in der easyCredit Basketball Bundesliga, der Nachwuchs Basketball Bundesliga (für die Porsche BBA) als auch der Regionalliga Südwest (für die BSG Basket Ludwigsburg) zum Einsatz kommen.

Headcoach John Patrick kommentiert die Verpflichtung des 18-Jährigen wie folgt: „Ich freue mich sehr, dass Ralph in der kommenden Spielzeit endlich auch in der NBBL auflaufen kann Zudem freue ich mich mit ihm gemeinsam zu arbeiten und ihn als Profi-Basketballer zu entwickeln. Er ist ein seriöser und hart arbeitender junger Mann, der einen sehr guten Wurf hat und eine gute Ball-Verteidigung spielt. Zudem hat er eine gute, athletische Basis und eine starke, physische Präsenz.“

Über Weißenfels und München nach Ludwigsburg

Hounnou, der in der vergangenen Spielzeit für den MTSV Schwabing in der Regionalliga Südost auflief, möchte in seiner Laufbahn nun den nächsten Schritt machen und dies in gleich zweierlei Hinsicht. Denn nach Karrierestationen in München und Weißenfels, in denen der 18-Jährige auch in knapp 30 Spielen für das Kooperationsteam aus Sandersdorf in der ProB auflief, möchte er sich nun auch in der Beletage des deutschen Basketballs beweisen.

Während Hounnou, der in Berlin geboren wurde und in der Hauptstadt und in Weißenfels aufwuchs, als Staatsbürger des Benin zu den MHP RIESEN wechselt, soll er zeitnah die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Die dafür erforderlichen, behördlichen Schritte sind bereits eingeleitet. Sobald dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen ist, wird der 18-Jährige sicherlich noch einmal stärker in den Fokus der deutschen Nationalmannschaft rücken: Hounnou wurde in den vergangenen Jahren bereits für mehrere Lehrgänge des Deutschen Basketball Bundes (DBB) nominiert. Turnier-Erfahrung konnte er, mangels deutscher Staatsbürgerschaft, aber noch nicht sammeln.

„Ich freue mich riesig, dass das Ganze mit Ralph geklappt hat! Er wird uns mit seiner Athletik, seiner Energie und seinem Talent sehr weiterhelfen. Er passt sowohl im Hinblick auf den Jugendbereich als auf die Profis wie die Faust aufs Auge zu uns“, ergänzt U19-Headcoach David McCray.

Profil

Name: Ralph Hounnou

Geburtsdatum: 16.01.2002

Größe / Gewicht: 1,92 Meter / 87 Kilogramm

Position: Guard

Nationalität: Beniner

20-07-17_David McCray790

David McCray wird U19-Headcoach

Der U19-Nachwuchs der Porsche Basketball-Akademie hat einen neuen Headcoach: David McCray rückt sowohl im Jugend- und Nachwuchsprogramm als auch bei den MHP RIESEN Ludwigsburg für Namensvetter David Gale ins erste Glied, dessen Zeit nach zwei Jahren in Ludwigsburg zu Ende gegangen ist.

Nach 567 Spielen als Profi-Basketball fungiert David McCray seit dem vergangenen Sommer als Trainer in Ludwigsburg – und wurde direkt in seinem ersten Jahr an der Seitenlinie deutscher Vize-Meister und Regionalliga-Meister (BSG Basket Ludwigsburg). Foto: Gerd Käser.

Die zurückliegende Spielzeit 2019/2020 wird nicht nur als eine virusbedingt sehr spezielle, sondern auch eine der erfolgreichsten in die Annalen der Geschichte der Porsche Basketball-Akademie eingehen. Besonders der (Rück-)Blick auf das U19-Team macht dabei viel Freude: Der Ludwigsburger Nachwuchs präsentierte sich in allen Wettbewerben von seiner besten Seite, sorgte beim Adidas Next Generation Tournament für Aufsehen, blieb in der Nachwuchs Basketball Bundesliga ungeschlagen und gewann, unter der Fahne der BSG Basket Ludwigsburg, die Meisterschaft in der 2. Regionalliga.

Federführend für diese Leistungen verantwortlich war dabei ein Duo, welches sehr unterschiedlich und sehr erfolgreich arbeitete, nun aber getrennte Wege gehen wird. Während David Gale, der sich durch herausragende Arbeit in Ludwigsburg für höhere Aufgaben empfahl und unlängst zum Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde, seine Laufbahn anderweitig fortsetzt, wird David McCray erstmals in seiner Karriere als Cheftrainer tätig sein. Der 33-Jährige beerbt seinen 36-jährigen Namensvetter und wird ab sofort die U19-Mannschaft als Headcoach anführen und im Trainerteam von John Patrick weiterhin als Assistant und Athletic Coach fungieren.

Alexander Reil, Vorsitzender der MHP RIESEN Ludwigsburg, kommentiert die Vertragsverlängerung mit dem 33-Jährigen, der ein neues Arbeitspapier bis 2023 unterschrieb, wie folgt: „David McCray ist ein Ludwigsburger und nachdem er in der vergangenen Saison bereits die ersten Erfahrungen als Assistant Coach beim U19-Team der Porsche Basketball-Akademie und im Trainerstab von John Patrick gesammelt hat, ist es der logische Schritt mit ihm die Zusammenarbeit langfristig zu planen und ihm noch mehr Verantwortung zu übertragen.“

„David ist eine absolute Bereicherung für unsere Organisation! Er ist ein extrem positiver Mensch, der den Basketball und das Spiel liebt, viel arbeitet und außerhalb der Halle ein großartiges Vorbild für den Klub und die Stadt ist. Es freut mich sehr, dass wir eine gemeinsame Perspektive realisieren können, um ihn weiter voranzubringen und den gemeinsamen Weg fortzusetzen“, ergänzt Patrick.

McCray sagt zu seiner Vertragsverlängerung: „Ich freue mich sehr über die große Ehre, dass ich ab der kommenden Spielzeit eine noch größere Verantwortung hier in Ludwigsburg tragen darf. Explizit bedanke ich mich bei Timo Probst, Alexander Reil und John Patrick für das Vertrauen und freue mich darauf, dass wir den gemeinsamen Weg und die Zusammenarbeit fortsetzen werden.“

Profil

Name: David McCray

Geburtsdatum: 06.11.1986

Position: U19-Headcoach / Assistant und Athletic Coach MHP RIESEN Ludwigsburg

Nationalität: Deutscher

Basketball NBBL, Porsche BBA Ludwigsburg vs. TenneT young heroes

JBBL / NBBL: Rahmenterminplan steht fest

Die U16- und U19-Mannschaften der Porsche Basketball-Akademie haben für den nationalen Spielbetrieb ab sofort ein Mehr an Planungssicherheit: Die Saison 2020/2021 beginnt für die Ludwigsburger in der Nachwuchs und Jugend Basketball Bundesliga Mitte Oktober.

Tyreese Blunt und Co. stehen aktuell – und auch schon seit einigen Wochen – wieder in der Halle, ab Herbst geht es dann im Pflichtspielbetrieb ans Eingemachte. Foto: Pressefoto Baumann.

Während der Trainingsbetrieb im Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsprogramm in den vergangenen Wochen, durch die Lockerung der behördlichen Anordnungen, in und um die Rundsporthalle an Fahrt aufgenommen hat, konkretisiert sich nun auch der Fahrplan für die neue Spielzeit. Diese wird für die U16- und U19-Teams Mitte Oktober beginnen. Konkret kehren die Schwaben, sofern die gesundheitspolitischen Entwicklungen dies wie erhofft zulassen, dann ab 11. Oktober in den Pflichtspielbetrieb zurück.

Zuvor fliegt bereits bei allen Teams in den regionalen Wettbewerben, die unter der Schirmherrschaft des Basketballverbandes Baden-Württemberg organisiert werden, ab Ende September wieder das orange Leder durch die Lüfte respektive Hallen Süddeutschlands.

Während die Porsche BBA in allen Altersklassen, trotz den Auswirkungen der Corona-Pandemie, in den jeweils höchsten Spielklassen ins Rennen gehen kann, ist der U19-Nachwuchs dahingehend noch mehr gefordert. Nach der Meisterschaft in der 2. Regionalliga der Herren gehen die Ludwigsburger, unter der Fahne der BSG Basket, ab Herbst in der 1. Regionalliga, also der Regionalliga Südwest, auf Korbjagd und treffen dort unter anderem auf den MTV Stuttgart, den SV Fellbach, die Zweitvertretungen aus Crailsheim und Tübingen sowie auf Saarlouis, Langen und Mannheim.

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BLACKROLLs für die Porsche Basketball-Akademie

Die Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsteams können sich über eine spür- und sichtbare Verbesserung der Gegebenheiten im Trainingsbetrieb freuen: Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Förderer und Namensgeber der Porsche Basketball-Akademie, hat alle Spieler mit BLACKROLLs ausgestattet.

Flexibilität und Mobilität spielen im Sport, besonders im Basketball, eine große Rolle. Folglich ist es wenig verwunderlich, dass beinahe jeder ambitionierte Sportler eine Faszienrolle sein Eigen nennt. Durch Selbstmassage und funktionelles Training soll in einfacher wie effektiver Art und Weise das Optimum des eigenen Körpers, je nach Alter, verbessert oder zumindest beibehalten werden.

Seit kurzer Zeit können nun auch alle Akteure der Porsche Basketball-Akademie, vom U12- bis zum U19-Team, eine solche Rolle für Workouts und Regenerationseinheiten ihr Eigen nennen. Denn aufgrund des herausragenden Engagements der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG wurden die Ludwigsburger Mannschaften mit der speziell aufgelegten „Turbo für Talente“-Edition von BLACKOLL ausgestattet. Die frisch eingetroffenen Massagerollen kamen bereits im seit Anfang Juli wieder möglichen Trainingsbetrieb zum Einsatz und werden ihren Teil dazu beitragen, dass die unlängst mit „zwei Bällen“ ausgezeichnete Arbeit des Klubs auch weiterhin in eine exzellente , idealerweise noch bessere, Performance auf dem Parkett umgemünzt werden kann.

„Gemeinsam mit unseren Trainern, Partnern und Förderern möchten wir das Angebot für die bestmögliche Entwicklung unserer Spieler fortwährend verbessern und Stück für Stück erweitern. Entsprechend freuen wir uns außerordentlich über das zusätzliche Engagement von Porsche, welches den Jungs im sportlich-regenerativen Bereich einen unmittelbaren Mehrwert bietet und gleichzeitig dafür sorgt, dass wir in Zeiten der Corona-Pandemie den Mannschaften eine Freude machen können“, sagt Timo Probst, Nachwuchskoordinator der Porsche Basketball-Akademie anlässlich des Eintreffens der BLACKROLLs.

Basketball easyCredit BBL Final-Turnier

BBA-Tryouts: Samstag geht’s ans Eingemachte

Nachdem die Phase der Voranmeldungen bereits seit Mai lief, machen die Verantwortlichen der Porsche Basketball-Akademie bezüglich der Tryouts nun Nägel mit Köpfen: Am kommenden Samstag (11. Juli) steigen in der Rundsporthalle die Sichtungen für die kommende Spielzeit.

Johannes Patrick entwickelte sich in den vergangenen Jahren in der Porsche Basketball-Akademie zum Führungsspieler – und nahm mit den MHP RIESEN Ludwigsburg im Juni am Final-Turnier der easyCreidt BBL teil. Foto: Tilo Wiedensohler.

Da die erhofften Lockerungen eingetreten sind und das öffentliche Leben es zulässt, treibt die Porsche Basketball-Akademie die Planungen für die kommende Spielzeit auch im Hinblick auf das Geschehen weiter voran. Die im Mai angekündigten Tryouts werden an diesem Samstag, unter Einhaltung der behördlichen Anordnungen, in der Rundsporthalle durchgeführt werden.

Alle Interessierten, die sich bis dato noch nicht vorab über das Rückmelde-Formular eingetragen haben und zwischen 2002 bis 2009 geboren sind, können dies nun noch nachholen und sich für die Testungen registrieren.

Der Zeitplan für das Wochenende sieht zuerst die Tryouts im U16-Bereich vor. Hieran können maximal 20 Akteure teilnehmen, fünf Plätze sind dahingehend momentan noch frei. Die Testungen starten um 11:00 Uhr und dauern 120 Minuten. Ab 14:00 Uhr folgen die Tryouts für das älteste Team des schwäbischen Jugend- und Nachwuchsprogramms, die U19-Mannschaft. Auch hier sind die verfügbaren Plätze rar und eine Rückmeldung über das Formular nicht nur empfohlen, sondern notwendig.

Infos

10:30 Uhr: Hallenöffnung U16-/JBBL-Tryout

11:00 bis 13:00 Uhr: U16-/JBBL-Tryout

13:30 Uhr: Hallenöffnung U19-/NBBL-Tryout

ab 14:00 Uhr: U19-/NBBL-Tryout

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Meilenstein genommen: Nachwuchsarbeit ausgezeichnet

Anlässlich der Nachwuchszertifizierung der easyCredit Basketball Bundesliga in der Saison 2019/2020 können sich die MHP RIESEN Ludwigsburg über ein herausragendes Ergebnis freuen. Erstmals in der Geschichte des Klubs wurde die Arbeit der Barockstädter mit „zwei Bällen“ ausgezeichnet.

Ob der momentanen Situation war nur die digitale Übergabe mit Video-Konferenz und Bildbearbeitung möglich – der Freude von Nachwuchskoordinator Timo Probst über die Zertifizierung der MHP RIESEN Ludwigsburg tat dies unterdessen aber keinen Abbruch. Foto: easyCredit BBL.  

Obwohl die Saison 2019/2020 für alle Mannschaften im Jugend- und Nachwuchsprogramm der MHP RIESEN Ludwigsburg, der Porsche Basketball-Akademie, vorzeitig beendet wurde, konnten die Verantwortlichen bis dato nicht nur auf ein ereignisreiches Jahr, sondern auch eine in vielerlei Hinsicht erfolgreiche Spielzeit blicken. Denn während das U19-Team in der Nachwuchs Basketball Bundesliga ungeschlagen blieb und sich in der Regionalliga Baden-Württemberg den Meistertitel sicherte, rückte auch der U16-Nachwuchs von Headcoach Ross Jorgusen, dem nach wie vor amtierenden Trainer des Jahres, bis in die Postseason vor – und hatte in diesen, zum Zeitpunkt des Abbruchs, beste Chancen auf das TOP4 in eigener Halle.

Ähnlich erfolgreich verlief auch das (Europa-)Abenteuer des U14-Teams, die U12-Jungs wussten ebenfalls in vielerlei Hinsicht zu begeistern. Gleiches gilt für Ariel Hukporti, Lukas Herzog und Radii Caisin, die aus dem Nachwuchs allesamt den endgültigen Sprung in die Profi-Rotation der MHP RIESEN Ludwigsburg schafften. Kurzum: Der schwäbische Basketball-Nachwuchs setzte auch in der vergangenen Saison neue Meilensteine – und kann sich nun über einen weiteren großen Schritt freuen. Erstmals in der Geschichte des Klubs wurde die Nachwuchsarbeit des Klubs, im Rahmen der detaillierten Zertifizierung der easyCredit BBL mit dem sogenannten zweiten Ball ausgezeichnet. Begutachtet wurden dabei über mehrere Monate die Kategorien Spielerentwicklung, Gesundheit, Betreuungssituation, Personal, Organisation, Halle(n) und Finanzierung. Durch die Auszeichnung verdeutlichen die MHP RIESEN einmal mehr die Etablierung als einer der besten Nachwuchsstandorte in Europa: Nur Berlin (drei Bälle) schnitt bis dato als einziger deutscher Klub besser ab.

„Die Zertifizierung mit dem zweiten Ball und der Aufstieg in die 1. Regionalliga waren in dieser Saison, im Hinblick auf unsere Jugend- und Nachwuchsarbeit, unsere beiden größten und wichtigsten Ziele. Wir haben, trotz des vorzeitigen Abbruchs, der vor allem unser bis dato ungeschlagenes U19-Team in der Nachwuchs Basketball Bundesliga schwer getroffen hat, beide Ziele erreicht, sodass die Spielzeit äußerst erfolgreich zu Ende geht“, resümiert Timo Probst. Der Nachwuchskoordinator der Porsche Basketball-Akademie ergänzt: „Bedanken möchte ich mich vor allem bei unseren hauptamtlichen Trainern David Gale, David McCray, Ross Jorgusen, Robert Geier, Philip Hämmerling, Marc Salzer und Colin Bubeck sowie dem gesamten Trainerteam der Porsche BBA. Unsere Coaches haben wirklich großartige Arbeit geleistet, um diese Ziele zu erreichen. Ein ebenso großer Dank geht an all unsere Förderer und Partner, an Partnerschulen, Kooperationsvereine und das Sportinternat. Ich bin sehr stolz darauf, wie wir unser Programm in den letzten Jahren gemeinsam weiterentwickeln konnten und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Die Porsche BBA möchte sich auch in Zukunft national und international mit der Spitze messen können, daher haben wir weiterhin viel Arbeit vor uns und möchten uns nicht auf den jüngsten Erfolgserlebnissen ausruhen.“

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